11. Mai 2013

TrekStor Pyrus Mini

Kürzlich habe mich mir aus “Jux und Tollerei” mal den TrekStor Pyrus Mini für um die 40 Euro gekauft, der aktuelle Preis liegt bei ca. 50 Euro. Gereizt hat mich der kleine Formfaktor von nur 12,8 x8,5 x 0,8 cm und gerade einmal 111g Gewicht. In der U-Bahn oder im Fitness-Studio sind mir Kindle oder gar Tablet zu unhandlich und auf dem Handy lese ich irgendwie nicht so gern Bücher, auch wenn das Display des Handys fast die gleiche Fläche bietet, wie der Pyrus. Zum reinen Bücher lesen ist mir der Akku da zu schade.

Der Pyrus ist also klein und handlich wie ein modernes Smartphone, der Akku hält aber im Gegensatz zu diesen deutlich länger. Eine exakte Angabe habe ich noch nicht gefunden, aber 1 bis 2 Wochen schafft er bei mir schon, je nachdem wie viel man halt darauf liest.

Das Display löst wie bei den älteren Kindles mit 800×600 Pixeln auf und bietet 16 Graustufen. Es ist leider nicht so weiß, wie die aktuellen Kindles, sondern liegt etwas unter dem Niveau des Kindle KB, auch ist das Ghosting stärker ausgeprägt, ist aber gerade noch tolerierbar. Bei normaler Umgebungsbeleuchtung lässt sich jedenfalls ausreichend gut lesen, in der Sonne ist es perfekt.

Wer also unterwegs gern mal schmökert und den Smartphone-Akku schonen möchte, sollte sich einfach zusätzlich TrekStors 4-Zoller in die Tasche stecken. Und das ist genau so leicht, wie es sich anhört, aufgrund der geringen Maße und des geringen Gewichts passt der Pyrus wirklich in jede Tasche und stört selbst in der Brusttasche eines Hemdes nicht.

Der Pyrus ist in einem schwarzen, blauen, und pinken Gehäuse erhältlich, welches durch eine gummierte Oberfläche sehr griffig ist und sich erstaundlich stabil anfühlt. Mit 4,3 Zoll Displaydiagonale und einem Preis von 50 Euro ist er der derzeit kleinste und auch günstigste eReader auf dem Markt.

Für das einhändige Lesen sind an der rechten Außenkante zwei Umblättertasten angebracht. Die übrigen Trekstor-üblichen Steuerungstasten sind unterhalb des Displays angebracht. An der Unterseite des Gerätes findet man neben dem Einschaltknopf auch einen Mikro-USB-Port sowie einen Einschub für Micro-SD-Karten. Somit lässt sich der 2 GB große interne Speicher um bis zu 32 GB erweitern. Was man aber vermutlich nicht will, denn eine Kategorisierung der Bücher ist nicht möglich. Bei 32 GB müsste man lange blättern, oder genau wissen, welches Buch man sucht. Dennoch, man kann eine schier unerschöpfliche Bibliothek in der Handfläche halten, das beeindruckt schon.

Der Homescreen is aufgeräumt und durchdacht und informiert über die zuletzt gelesenen sowie zuletzt dem Gerät hinzugefügten eBooks. Einen kompletten Überblick erhält man in der Bibliotheksansicht. Hier können die Bücher wahlweise als Liste oder mit Miniatur-Covern, geordnet nach Autor, Titel oder den Kritierien “Kürzlich gelesen” oder “Neu hinzgefügt” angesehen weden. Für das Lesen stehen insgesamt 6 Fontgrößen zur Verfügung, auch die Breite der Seitenränder ist in drei Stufen wählbar.

Neben dem eigentlichen Lesen können Lesezeichen gesetzt, im aktuellen Text nach Stichworten gesucht, und in Intervallen von ein bis fünf Minuten automatisch umgeblättert werden. Da bieten andere Reader zwar mehr, aber man möchte wirklich nicht mehr an dem kleinen rumfummeln, hier passen Formfaktor und Feature-Zahl gut zusammen. Allein das Eingeben auf der virtuellen Tastatur ist dank der sehr schwergängigen Tasten eine Qual.
E-Books gelangen entweder per PC via USB-Kabel (am besten mit dem Bibliotheks-Programm Calibre), oder über die microSD-Card auf den Pyrus. Eine Funkverbindung gibt es nicht, kein Wunder bei dem Preis.

Fazit

Für knapp 50 Euro bekommt man einen kleinen und handlichen eReader, der EPUBS, PDFs und Bilder anzeigen kann. Seine 2 Gigabyte Speicher reichen für mehr als 1000 eBooks, 32 GB auf der Speicherkarte dann nochmal für bis zu 16.000 weitere Bücher – viel Spaß :) . Wer maximale Mobilität zum minimalen Preis möchte, sollte also zu Trekstors 4-Zoller greifen. Für mich ist der Pryus Mini als Drittlesegerät neben Kindle und Tablet die ideale Ergänzung. Vor allem als Begleitung auf dem Fahrrad, ins Fitness-Studio in die Sauna oder überall sonst, wo man keinen Kindle und kein Tablet mit hinschleppen würde ist er ideal. Und mal ehrlich, wenn mir am Strand ein 50 Euro eReader geklaut würde, oder sonstwie zu Bruch geht, dann ist der Schaden doch eher verschmerzbar, zumal keine weiteren Kosten durch Buchkäufe oder ähnliches entstehen können. Zum Schutz des kleinen habe ich die oben abgebildete Neopren-Tasche für 10 Euro gekauft.

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