19. Mai 2008

3 von 4 Deutschen haben noch Geld!

Bei der derzeit viel zitierten Studie, welche die Bundesregierung in Auftrag gegeben hatte, kam unglaubliches zu Tage! Tatsächlich haben ganze drei von vier Deutschen noch genug Geld um andere Dinge außer Wasser, Brot und Strom zu bezahlen.

Wie gewohnt, handelt die große Koaltion sofort um diesem Misstand zu begegnen. Nachdem das Kürzen der Pendlerpauschale noch einige Menschen stehend übrig gelassen hat, wird nun die Kfz-Steuer angehoben. Das trifft natürlich nur die älteren, viele Schadstoffe ausstoßende Autos – also alle. Demnach sollen Eigentümer von Pkw mit Erstzulassung vor dem 1. Januar 2009 künftig eine zusätzliche Steuer von 1,25 Euro je 100 Kubikzentimeter Hubraum entrichten. Das betrifft dann zum Glück nur ca. 36 Mio Autos. Der Aufschlag soll für die Schadstoffklasse Euro 2 und 3 ab 2009 fällig werden – betroffen sind ungefähr 16,4 Millionen ältere Fahrzeuge.

So war das also mit der Luxussteuer gemeint. Wer sich den Luxus erlaubt, sich nicht sofort ein niegelnagelneus High-Tech-Hybrid-Auto zu kaufen, der darf erstmal abdrücken. Richtig so! Und überhaupt, wer sich und seiner Familie nichts zu Essen kaufen kann, der muss auch nich mit dem Auto zur Arbeit, dann ist auch mehr Platz für überbreite Off-Roader auf deutschen Äckern Straßen.

Bis zur nächsten Wahl wird sich so das in der Studie angeprangerte Misverhältnis deutlich verbessert haben und nur noch max  jeder zweite zuviel Geld haben. Bleibt zu hoffen, dass da nicht am Ende eine Partei antritt, die nicht von Grund auf korrupt ist, sonst käme man am Ende ins Grüblen, welchen Mist man wählen soll.
Wer Sarkasmus oder ähnliches findet, darf ihn behalten. Auskotzen beendet Just my 2 cents.

14. April 2008

Bananen Republik Deutschland

Wie ich kürzlich bereits in Bezug auf das mitlerweile durchgewunkene Gesetz zur Gewinnmaximierung der Kontentindustrie Feststellung eines Auskunftsanspruches von Rechteinhabern gegen an Rechtsverstößen unbeteiligte Dritte wie Internetprovider erwähnte, bedient sich die Bundesregierung nach eigenen Angaben aufgrund mangelnder Sachkenntnis in bestimmten Fachbereichen sogenannter “Leihbeamter”
oder “externer Mitarbeiter”, welche rein zufällig von großen Wirtschaftskonzernen gestellt und bezahlt werden.

Eigentlich ein in einer Demokratie mit gewählten Volksvertretern handfester Skandal, aber irgendwie interessiert es mal wieder niemanden.

Telepolis hat dazu einen informativen Artikel mit der treffenden Überschrift “Und keiner nennt es Korruption” veröffentlicht, den man sich unbedingt mal ansehen sollte.

Meine Lieblingsstelle in dem Artikel:
‘Woher bezieht die Regierung ihre “Leihbeamten”, wenn sie z.B. einmal nicht über genügend Kompetenz im Sektor der organisierten Kriminalität verfügen sollte? Von der Mafia? Oder ist dies womöglich der einzige Sektor, auf [dem] die Bundesregierung über genügend eigene Kompetenz verfügt?’
Das beschreibt es doch sehr treffend…