iPad fast schon da!
Endlich! Apple Fanboys können nun das iPad auch in Deutschland bestellen. Nun wird sicher alles wieder gut.
Aber die Freude ist zunächst getrübt, denn anders als bisher verkündet, hat das iPad doch noch einen Deutschland-Aufschlag bekommen und kostet zunächst mal 514 Euro in der Einstiegsversion. Die teuerste Variante wird 814 Euro kosten. Berücksichtigt man die Mehrkosten, die durch die Mehrwertsteuer entstehen, dann bleiben immernoch 32 Euro, die die Deutschen mehr zahlen sollen als alle anderen. Der Grund hierfür sind diverse Urheberrechtsabgaben, die in Deutschland gelten. Zwar dürfen wir genauso wenig kopieren, wie alle anderen auch, aber wir sollen trotzdem dafür bezahlen, das hat unsere Regierung so beschlossen und Apple übernimmt diese Kosten nicht.
Zur allgemeinen Überraschung beträgt der Preis nun aber doch nur 499 Euro. Nur die Top-Modelle sind teurer als zunächst erwartet. Apple konnte nämlich am Wochenende herausfinden, dass das iPad nicht der deutschen Urhebersteuer unterliegt, wie zuvor angenommen.
Das lässt einige Vermutungen zu: entweder das iPad ist so verdongelt, dass man so oder so nur kostenpflichtige Angebote nutzen kann oder das iPad ist schlicht und einfach kein richtiger Computer ![]()
Der Tatsächlich Grund ist jedoch wohl, dass die internen Speicher der kleinen Modelle mit 16 und 32 GB unterhalb der zahlungspflichtigen Grenze von 40GB liegen.
Somit werden nur auf die Modelle mit 64 GB die 15 Euro Abgabe aufgeschlagen, so dass sie 714 Euro (W-Lan) beziehungsweise 814 Euro (W-Lan plus UMTS) kosten.
Doch der Preis für das Gerät allein ist ja erst die halbe Miete! Für einen Schutz mittels Tasche, das iPad-Dock und das Camera Connection Kit müssern nochmal weitere 106,40 Euro investiert werden. Denn anders, als fast alle anderen Geräte der Konkurrenz ist das iPad von Haus aus nicht fähig, externe Speichermedien über USB oder Card-Slot auszulesen. Und selbst mit dem Camera Kit kann es nur Daten einlesen, keine ausgeben!
Weiter gehts: Möchte man das iPad außerhalb der eignenen vier Wände nutzen braucht man je nach Modell einen Vertrag für WLAN-Hotspots und/oder einen für die Nutzung eines 3G Netzes.
Seltsamerweise ist unter den möglichen Vertragspartnern ausgereichnet Apples iPhone-Exklusivpartner für Deutschland, die Telekom, nicht bei den von Apple selbst aufgeführten Anbietern dabei. Dies lässt darauf schließen, dass beide Unternehmen wohl in der Vergangenheit einige Unstimmigkeiten miteinander hatten.
Im Apple Store werden für das UMTS-iPad nur Sim-Karten von Vodafone und O2 zum Kauf mit dem iPad angeboten.
Bis zu 30 Euro pro Monat verlangen die beiden Anbieter für die mobile Datennutzung mit dem iPad. Anders als beim iPhone kann man aber auch jede andere beliebige Micro(!)-SIM-Card nutzen, sofern man hier ein bezahlbares Datenpaket gebucht hat.
Wer sich also so ein Teil anschafft sollte sich genau überlegen, wann er wo was machen will und ob sein jeweiliger Datentarif dafür geeignet ist, sonst wird es schnell noch sehr viel teurer.
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