16. Dezember 2011

Eine Million Kindle Fire pro Woche

Amazon hält sich sonst ja mit konkreten Zahlen sehr bedeckt. Nun hat man diese Tradition zum ersten Mal gebrochen und konkrete Zahlen zum Absatz der Kindle-Reader genannt: in den letzten drei Wochen wurden jeweils mehr als eine Million Geräte pro Woche verkauft. Eine Aufschlüsselung auf die einzlenen Kindle-Versionen gibt Amazon aber nicht. Jedoch verweist Amazon stolz darauf, dass das erste hauseigene Android-Tablet amens Kindle-Fire zum Erfolg ganz besonders beiträgt: “Der Kindle Fire ist das erfolgreichst Produkt, das wir jemals auf den Markt gebracht haben, es ist seit 11 Wochen unser Bestseller quer durch alle Kategorien, wir haben bereits Millionen davon verkauft, weitere Millionen sind aufgrund der hohen Nachfrage in der Fertigung“, wird Dave Limp, Vizechef von Amazons Kindle Abteilung zitiert.


Dennoch brauchen sich die E-Ink-Modelle (in den USA gibt es insgesamt 6 verschiedene Varianten) nicht hinter dem Android-Tablet verstecken. Für diejenigen, denen es vorwiegend auf das Lesen von Büchern und langer Texte ankommen sind die E-Ink-Geräte die bessere Wahl. “Unser Kunden berichten uns, dass sie für längere Lektüre lieber den Kindle-Reader nehmen, und tatsächlich kaufen viele Kunden jetzt in der Weihnachtssaison gleich zwei Kindles, sowohl das Kindle Fire wie auch ein normales Kindle oder Kindle Touch“, so Dave Limp weiter.

Die kleinste Version des neuen Kindle 4 kostet in den USA nur 79 Dollar (etwa 60 Euro), der Kindle Fire 200 Dollar (etwa 150 Euro).

Der Verkaufserfolg des Kindle Fire lässt Amazon bereits an Apples iPad-Absätze herankommen, wenn auch der Kindle Fire kein wirklicher Konkurrent zum technisch weit ausgereifteren iPad ist, dieses kostet dafür aber auch das 3-5-fache. Zwischen Mitte November und Anfang Dezember hat Amazon nach Schätzungen von DigiTimes drei bis vier Millionen der Sieben-Zoller mit Android-Betriebssystem verkauft, bis Jahresende sollen es etwa fünf Millionen werden. Apple verkauft nach Schätzungen eines Experten der Investmentbank Piper Jaffrays pro Woche etwa 960.000 iPads.

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