21. Juli 2010

Schwedische Piratenpartei gründet ISP

Während die Piratenpartei in Deutschland sich noch teilweise in der Selbstfindungsphase macht man in Schweden, dem Ursprungsland der Piraten-Bewegung, bereits Nägel mit Köpfen.

Hier hat die Piratenpartei juste eine Firma PirateISP gegründet, die als Internetprovider auftritt und ihren Kunden verspricht, keinerlei Daten zu speichern. So soll eine größtmögliche Anonymität auch und vor allem gegenüber staatlichen Behörden sichergestellt werden.

Vorgestern startete die zweiwöchige Testphase in der südschwedischen Stadt Lund. Anfangs nehmen an diesem Test ungefähr einhundert Kunden der lokalen Wohnungsbaugesellschaft LKF teil. Im Anschluss erhofft sich PirateISP schon bald fünf Prozent Marktanteil in Lund zu erreichen.

Bereits am Ende diesen Sommers will man aber auch in anderen Städten Internetzugänge anbieten.
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04. Juli 2010

Facebook “Like-Button” nicht datenschutzkonform

Der “Like Button” von Facebook entspricht nicht den deutschen Datenschutzrichtlinien. Von Seiten, die den Button eingebunden haben, werden personenbzogene Daten sämtlicher Besucher an Facebook übertragen, ungeachtet dessen, ob diese nun bei Facebook angemeldet sind oder nicht. Gleiches gilt übrigens auch für den neuerdings überall auftauchenden “Flattr”-Button oder Google Analytics.

Laut einem Posting auf www.dr-bahr.com wäre aber auch eine Begrenzung auf jeweils bei den Diensten angemeldete User nicht ausreichend, da der Websitebetreiber überhaupt keinen Überblick hat, welche Daten von ihm aus weitergeleitet werden.

Die Betreiber von hamburg.de haben nun auf aufgrund rechtlicher Bedenken den Facebook-Button wieder von ihren Seiten entfernt.

Das Einbinden des “Like Button” oder von “Flattr” in die eigene Website setzt den Betreiber zumindest dem Risiko der sogenannten Mitstörerhaftung aus.

Für den Web-User empfiehlt sich nicht zuletzt Eigenschutz, die Verwendung eines sicheren oder zumindest gut konfigurierbaren Browsers wie Firefox hilft dabei, die Hoheit über die eigenen Daten zu behalten.

Was man dazu braucht, habe ich bereits im Post: Facebook zähmen erwähnt.

10. Mai 2010

Facebook zähmen

Nicht jeder ist ja bekanntermaßen begeistert, dass Facebook sämtliche Daten ungefragt oder unbemerkt zumindest undurchsichtig an angeschlossene Websites verhökert oder sonstwie weiterreicht.

Ich mag es jedenfalls nicht, dass mich irgendwelche Websites, die ich zuvor noch nie besucht habe, auf einmal mit meinem Facebook Nick begrüßen und mir die Meinung anderer mir nicht bekannter Leute um die Ohren hauen.

Um sich einigermaßen vor dieser Stalkerei zu schützen sollte man ein paar Add-Ons im Firefox installieren und entsprechend einstellen:

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05. Mai 2010

Sicherheitslücke bei Facebook

Heute haben wir ja noch Wetten abgeschlossen, wann wohl der erste mit einem Wurm oder ähnlichem um die Ecke kommt, der dann bei Facebook mal so richtig für Stimmung sorgt.

Aber das erledigen die Herrn schon lieber gleich selbst.
Durch eine schwere Sicherheitslücke war es bis vor Kurzem möglich mittels eines einfachen Tricks die Chats der eigenen Kontakte live mitzuverfolgen und Kontaktanfragen oder den Benachrichtigungsstatus einzusehen. Nach Bekanntwerden hat Facebook die Chatfunktion unter Hinweis auf “Wartungsarbeiten” deaktiviert.

Möglich war dies in den erweiterten Funktionen zum Schutz der Privatsphäre.

In den Einstellungen zur Privatsphäre konnte über die Vorschau auf das eigene Profil über die Chat-Funktion Zugriff auf möglicherweise gerade laufende Chat-Sessions eines anderen Kontaktes zugegriffen werden.
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01. Mai 2010

Amazon zeigt die häufigsten Markierungen an

Amazon zeigt, was andere Kindle User in ihren Büchern markiert haben: klick hier

Neben dem Kindle selbst erlauben auch die Kindle für iPhone und Kindle für iPad Anwendungen das einfache Markieren von Textstellen in den Amazon eigenen azw, aber auch in mobi und prc Büchern.  Laut Amazon wird diese Funktion auch ausgiebig von den Kindle Usern benutzt. Sie sprechen von  “millions of book passages”.

Wenn man die Sync-Funktion im Kindle oder in einer der Applikationen aktiviert, dann werden die Hervorhebungen an Amazon gesendet und mit den anderen Kindle-Geräten, die der User mit seinem Account verbunden hat synchronisiert (soweit ich weiß geht das aber nur für original bei Amazon gekauften Büchern).
Auf diese Weise hat man seine Markierungen und Anmerkungen ohne weiteres Zutun auf allen Kindle-Geräten parat. Natürlich weiß auch Amazon, was man highlightet oder welche Anmerkungen man macht.

23. April 2010

Neuer Wirbel um Google

Kürzlich wurde bekannt, dass Google neben der künstlerisch wenig wertvollen Fotografiererei unserer Straßen auch noch die anliegenen WLANs scannt und speichert. Das ist den Datenschützern dann doch zu viel des Guten.

Bundesdatenschützer Peter Schaar fordert die Löschung dieser nach seiner Darstellung zu unrecht erhobenen Daten.

Durch Goole würden so personenbezogene Daten erfasst und gespeichert, die dann in die USA wanderten. Daher wird gefordert, die die Ortsangabe, die Verschlüsselungsart, sowie MAC-Adresse und SSID der WLANs zu löschen.

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11. März 2010

Apples Untersuchungsmethoden

Ich habe schon öfter meine Abneigung gegen das Unternehmen Apple zum Ausdruck gebracht. Dabei geht es meist mir meist nicht um die Produkte als solches, die in den meisten Fällen Maßstäbe und Trends setzen, als vielmehr um den Umgang mit den Kunden und seit dieser Story auch mit den Angestellten.

Für mich bleibt es dabei – No Apple products for me – Punkt.

Mehr Lesen:
How Apple hunts down leaks
iPhone leak interrogations drive eployee to suicide

04. Februar 2010

Google will mit NSA zusammenarbeiten

Ein Grund mehr auf anonyme Proxys wie Scroogle zu setzen und die Finger von Android und den ganzen Google-Diensten zu lassen.

Natürlich ist es ein wenig paranoid, zu glauben, dass sich Google oder die NSA für jeden einzelnen interessieren, aber wenn zwei so mächtige Wissens-Konzentrationen zusammenarbeiten, kann das für den User nicht gut sein.
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06. Oktober 2009

Scroogle statt Google

Google ist toll, keine Frage. Längst sucht man nicht mehr im Web, man “googelt”. Doch nicht zuletzt durch die Vielzahl an Produkten, wie GMail, Blogger.com, Writely, Google Desktop, Earth, Search Toolbar, Finance usw, erhält Google theoretisch den totalen Überblick über die Daten des Users. Hier ein ausführlicherer Artikel von Heise zu dem Thema: Der Datenkrake
Man muss jedoch nicht in jedem Fall auf die Dienste von Google verzichten, um seine Daten zu schützen. Man kann man zum Beispiel einfach eine andere Suchmaschine benutzen. Inwiefern die Daten damit sicherer sind, kann nicht gesagt werden, auf jeden Fall liegen sie nicht konzentriert bei einem einzigen Anbieter.

Wer die Suchpower von Google schätzt und nutzen und dabei die eigenen Privatsphäre dennoch sichern will, kann auf Scroogle ausweichen. Dieser Dienst erlaubt die anonyme Nutzung der Google-Suche, dies sogar auch verschlüsselt per SSL um vor neugierigen Admins oder anderen Netzschnüfflern zu schützen.

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29. September 2009

Umfassende Überwachungspläne der EU

Ein umfassendes Überwachungsnetzwerk soll es ermöglichen, die gesamte Bevölkerung der Europäischen Union nach “abnormalem Verhalten” zu durchsuchen.

Laut Zeit Online (Indect – der Traum der EU vom Polizeistaat) investiert die EU seit Anfang des 2009 in das Forschungsprojekt “Indect” (Intelligent information system supporting observation, searching and detection for security of citizens in urban environment). Dieses soll Daten aus Videoüberwachung, Vorratsdatenspeicherung, Telefonüberwachung, sowie Inhalte im Internet verbinden und in einer zentralen Suchmaschine verknüpfen.

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